Polen KSeF-Update nach Pressekonferenz vom 16. Januar
Am 16. Januar veranstaltete das polnische Finanzministerium eine Pressekonferenz zum Nationalen E-Invoicing-System KSeF. Dabei wurden der Ansatz zur verpflichtenden strukturierten E-Invoicing sowie offene Fragen von Unternehmen und Softwareanbietern erläutert.
Die Minister Marcin Łoboda und Zbigniew Stawicki betonten die zentrale Rolle von KSeF innerhalb der polnischen Digitalisierungsstrategie für Steuer- und Rechnungsprozesse. Aufbauend auf früheren Planungen, wie im KSeF-Update für Februar 2026 beschrieben.
Ergebnisse der öffentlichen Konsultation
Laut Finanzministerium wurden rund 98 Prozent der Rückmeldungen aus der öffentlichen Konsultation in die aktuelle Version von KSeF integriert.
Dies soll Unternehmen zeigen, dass Marktfeedback tatsächlich in die Weiterentwicklung des Systems eingeflossen ist, insbesondere im Hinblick auf KSeF 2.0.
Keine Sanktionen bis Ende 2026
Das Ministerium bestätigte, dass bis Ende 2026 keine Sanktionen bei fehlerhafter Nutzung von KSeF verhängt werden.
Dies gilt auch im Kontext struktureller Änderungen wie der Abschaltung von KSeF 1.0, wie im Beitrag Abschaltung von KSeF 1.0 erläutert.
Unterstützung und schrittweise Einführung
Die Regierung setzt auf eine kontrollierte Einführung und aktive Unterstützung der Unternehmen.
Dies betrifft auch neue Funktionen wie Rechnungsanhänge in KSeF 2.0, beschrieben im KSeF-2.0-Update zu Anhängen.
Bedeutung für Unternehmen in Polen
KSeF bleibt verpflichtend. Unternehmen sollten die Übergangszeit nutzen, um Systeme und Prozesse vorzubereiten.
Kernaussagen
Unternehmen sollten:
- KSeF als langfristige Prozessänderung verstehen
- Die sanktionsfreie Phase für Tests nutzen
- Datenqualität sicherstellen
- Frühzeitig mit ERP-Partnern abstimmen