Polen geht einen großen Schritt in der Digitalisierung der Rechnungsstellung. Mit dem Krajowy System e-Faktur (KSeF) macht die Regierung die elektronische Rechnungsstellung auf nationaler Ebene verpflichtend. Organisationen müssen wissen, was KSeF in der Praxis bedeutet, wer verpflichtet ist und wann die Fristen greifen.
Was ist KSeF?
KSeF ist die offizielle Plattform Polens für strukturierte elektronische Rechnungen. Ab 2026 müssen alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen Rechnungen ausschließlich über dieses System ausstellen, versenden und empfangen.
Wer muss sich daran halten?
Die Verpflichtung gilt für:
- Unternehmen in Polen, die Waren oder Dienstleistungen liefern (B2B und B2G).
- Ausländische Steuerpflichtige mit einer festen Niederlassung in Polen.
- Öffentliche Institutionen, die Rechnungen empfangen.
Transaktionen mit privaten Verbrauchern (B2C) fallen nicht unter die Verpflichtung.
Wann wird es verpflichtend?
- 1. Februar 2026: Große Steuerpflichtige (Umsatz > 200 Mio. PLN).
- 1. April 2026: Kleine und mittlere Unternehmen (Umsatz zwischen 8–200 Mio. PLN).
- 1. Januar 2027: Kleinstunternehmen und Einheiten, die nur kleine Rechnungen ausstellen.
Warum diese Änderung?
Mit KSeF verfolgt das polnische Finanzministerium das Ziel:
- Die Steuerkontrolle zu stärken.
- Betrug und manuelle Fehler zu reduzieren.
- Rechnungsprozesse zu standardisieren und zu vereinfachen.
Fazit
KSeF wird die Rechnungsstellung in Polen neu definieren. Unternehmen müssen jetzt handeln, um konform zu bleiben, Strafen zu vermeiden und ihre Prozesse reibungslos fortzuführen.
In unserem nächsten Blog erfahren Sie, welche Schritte Ihr Unternehmen gehen sollte, um sich auf KSeF vorzubereiten.



