Frankreich aktualisiert technisches Framework für e-Invoicing 2026

Neue Spezifikationen und AFNOR-Standards bieten Unternehmen mehr Klarheit für 2026


Frankreich hat Version 3.1 der External Specifications veröffentlicht, die die technische Grundlage für die e-Invoicing-Pflicht ab 2026 definieren. Diese Aktualisierung baut auf früheren Dokumenten auf und umfasst alle Entwicklungen seit Version 3.0 vom Dezember 2024. Sie bietet Unternehmen und Lösungsanbietern einen vollständigen Überblick über die Formate und Austauschverfahren für konformes B2B-e-Invoicing.

Die neuen Spezifikationen bestätigen erneut die doppelte Rolle des Public Invoicing Portal (PPF) und von Chorus Pro. Wie in früheren Updates erläutert, darunter Frankreich bestätigt Chorus Pro für öffentliche e-Invoicing und Frankreich macht Fortschritte beim e-Invoicing 2026, bleibt Chorus Pro der verpflichtende Kanal für öffentliche Rechnungen. Das PPF wird zugleich zur zentralen Datenplattform für regulatorische Informationen, Verzeichnisdienste und Kontrollen.

Version 3.1 ist der maßgebliche Referenzpunkt für den Start der Pflicht am 1. September 2026. Sie legt die Formate, technischen Anforderungen und Interaktionsmodelle fest, die umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, Plattformen und ERP-Anbieter unterstützen müssen.

AFNOR veröffentlicht neue XP Z12-Standards

Parallel zu Version 3.1 haben die DGFiP und AFNOR drei neue XP Z12-Standards veröffentlicht. Diese Dokumente bieten Unternehmen und Plattformanbietern praktische Orientierung für die Umsetzung. Sie beantworten zudem viele technische Fragen, wie in unserem Beitrag Frankreich aktualisiert Z12-012 und Z12-014 Standards beschrieben.

XP Z12-012
Diese Norm definiert das semantische Datenmodell und die Syntax für alle Reformformate, darunter UBL, CII, Factur-X, XML-e-Reporting, CDAR-Status und zugehörige Codelisten und Geschäftsregeln.

XP Z12-013
Diese Publikation beschreibt eine empfohlene API für die Kommunikation zwischen Unternehmen, nicht zertifizierten Anbietern („Compatible Solutions“) und Accredited Platforms, um Lösungen leichter austauschbar zu machen.

XP Z12-014
Dieses Dokument ist ein umfassender Leitfaden zur nominalen e-Invoicing-Workflow und enthält mehr als vierzig Anwendungsfälle, einschließlich neuer Szenarien, wie in Frankreich bereitet letzte Schritte für 2026 vor erläutert.

Gemeinsam schaffen diese Standards mehr Klarheit für Unternehmen und unterstützen Plattformanbieter bei der Anpassung ihrer Systeme an die französischen Anforderungen.

Ein gemeinsamer Rahmen Richtung 2026

Mit Version 3.1 und den XP Z12-Standards macht Frankreich einen wichtigen Schritt hin zu einem einheitlichen e-Invoicing-Ökosystem. Die Dokumente definieren, welche Daten ausgetauscht werden müssen, wie sie strukturiert sind und über welche Kanäle sie gesendet werden dürfen.

Für Unternehmen, die in Frankreich tätig sind, bieten diese Veröffentlichungen das bislang vollständigste Bild der Anforderungen für September 2026. Die nächsten Monate stehen im Zeichen von Implementierung, Tests und Validierung im PPF, bei Accredited Platforms und Compatible Solutions.

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